Plugins – Unentbehrliche Helfer für deine WordPress-Website – Claudia Barfuss – Webberatung für Tierunternehmer
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Plugins – Unentbehrliche Helfer für deine WordPress-Website

  • letztes Jahr

Ich habe viele Jahre lang mit dem CMS Contao gearbeitet. Dort gibt’s “Erweiterungen” statt Plugins. Aber das ist eigentlich das Gleiche. In dem Wort “Erweiterung” steckt schon sehr viel von dem was ein Plugin macht. Es erweitert die Website um zusätzliche Funktionen. Denn, wenn du WordPress installiert hast, sind erstmals nur die Grundfunktionen vorhanden. Du kannst Beiträge für deinen Blog veröffentlichen oder Seiten (bsp. Über mich) erstellen. Du hast aber kein Kontaktformular, keine Social-Media-Icons oder ähnliches. Für das brauchst du Plugins.

Bei Contao ist die Anzahl der Erweiterungen zwar auch recht gross, aber kein Vergleich mit der Anzahl Plugins für WordPress. Anfangs war ich völlig erschlagen. Es gibt so viele und für wichtige Funkionen gleich mehrere. Welches sollte ich nun einsetzen? Ich googelte und las unzählige Artikel zum Thema Plugins. Viel klüger war ich danach jedoch nicht. Denn so viele Plugins es gibt, so viele Meinungen welches denn jetzt gut sei, gibt es auch.

Ähnlich wie mit den Themes die du im letzten Artikel kennen gelernt hast, musst du genau wissen was du brauchst um das passende Plugin zu finden. Und wenn es um etwas speziellere Anforderungen geht, musst du dich mit der Dokumentation beschäftigen und es ausprobieren.

Bevor ich dir noch einige Tipps gebe auf was du beim Auswählen von Plugins genau schauen musst, noch ein paar Hintergrundinformationen.

Wer programmiert die Plugins?

Hinter WordPress steht eine riesige Community und viele der Mitglieder programmieren Plugins. Viele stellen sie sogar kostenlos zur Verfügung! Andere Plugins sind kostenpflichtig. Oft gibt es auch eine Basisversion die gratis ist und eine erweiterte Version die kostenpflichtig ist. Da lohnt sich der Blick darauf um zu sehen, was für Vorteile die kostenpflichtige Version hat. Sehr oft reicht die Basisversion aus.

Wenn du einem Entwickler, der ein kostenloses Plugin zur Verfügung stellt, danken möchtest, kannst du das mit einer kleinen Spende via Paypal machen. Diese Anerkennung ihres Engagements haben die Programmierer wirklich verdient.

Weniger ist manchmal mehr!

Das gilt auch für die Plugins. Es gibt so viele tolle Möglichkeiten die Website zu erweitern, hier noch eine tolle Spielerei, da noch ein zusätzliches Plugin, dass deine Homepage schneller machen soll. Aber überlege dir immer genau, ob das auch Sinn macht. Denn ganz risikolos ist es nicht Plugins einzusetzen.

Wo ist das Risiko?

Theoretisch ist es so, dass du beliebig viele Plugins verwenden könntest. Wenn alle sehr gut programmiert sind und keins dem anderen in die Quere kommt, ist das möglich. Aber das ist Wunschdenken. Die Realität sieht leider anders aus.

Es reicht ein Plugin, das mangelhaft programmiert ist und schon hast du Probleme mit deiner Website. Es kann sein, dass etwas nicht mehr funktioniert oder sie einfach sehr langsam wird.

Das ist einer der Gründe, weshalb es sich lohnt genau zu überlegen, ob es Sinn macht ein Plugin einzusetzen. Ein weiterer ist, dass du dich von dem Plugin abhängig machst.

Abhängigkeit von einem Plugin

Wenn du ein Plugin einsetzt, erfüllt das eine bestimmte Funktion auf deiner Homepage. Willst du beispielsweise eine Audiodatei (Podcast oder Musik) einbinden, kannst du dafür ein Plugin verwenden. Wenn dieses Plugin plötzlich nicht mehr gewartet wird oder fehlerhaft ist, hast du ein grosses Problem.

Denn die Audiodateien sind immer noch eingebunden, allerdings können sie nicht mehr angehört werden. Das gleiche gilt für andere Funktionen, die durch Plugins zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb lohnt es sich sehr genau zu überlegen, was für eine Funktion genau gewünscht wird und wie sicher das Plugin ist.

Ich spreche aus Erfahrung, ich habe schon ein Plugin eingesetzt, dass plötzlich nicht mehr gewartet wurde. Also musste ich es durch ein anderes ersetzen. Das hiess dann unzählige Blogbeiträge öffnen und entsprechend anpassen. So etwas kann immer passieren, aber man sollte alle Vorkehrungen treffen um es zu vermeiden.

Auf was musst du bei der Wahl der Plugins achten?

Zuerst empfehle ich dir, ganz genau zu überlegen welche Funktion dein Plugin übernehmen soll, nur so kannst du das richtige Plugin finden. Und schau auch, ob nicht schon WordPress selbst die Funktion anbietet. So kannst du ein Plugin einsparen.

Wenn es doch ein Plugin sein soll, solltest du folgende 6 Tipps beachten:

  • Wähle Plugins von vertrauenswürdigen Quellen. Das kann das offizielle WordPress-Verzeichnis sein oder auch ein grosser Anbieter wie Code Canyon.
  • Schau dir an, was das Plugin genau macht. Brauchst du das alles? Es gibt multifunktionale Plugins, von denen du nicht mal die Hälfte brauchen kannst. Oder gibt es ein Plugin das besser passen würde und nur die von dir gewünschte Funktion abdeckt?
  • Was für Bewertungen hat das Plugin? Verwenden es mehrere zehntausend Leute oder nur ein paar hundert? Wie viele finden es toll?
  • Ist es mit deiner (der neusten) WordPressversion kompatibel?
  • Wann gab es das letzte Mal ein Update für das Plugin? Wie lange gibt es das Plugin schon?
  • Schau dir den Support an. Was für Fragen sind aufgetaucht? Wie waren die Antworten? Wie schnell wurde geantwortet? Schlechter Support, lange Wartezeiten oder wenig hilfreiche Antworten halten mich davon ab ein Plugin einzusetzen.

Praxistipp: Viele Themes bringen schon etliche Plugins mit, die nötig sind um alle Funktionen des Themes zu nutzen.

Plugins sind tolle Helfer, wenn du sie mit gesundem Menschenverstand einsetzt

Du hast gesehen, es spricht nichts gegen und sehr viel für den Einsatz von Plugins. So oder so ohne einige Plugins wirst du nicht auskommen, wenn du deine WordPress-Website betreibst.

Wenn du die Tipps beachtest, wirst du viel Spass an all den Möglichkeiten haben, die sich dadurch auftun.

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