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Aus alt mach neu – Redesign einer Website Teil 2

Im Teil 1 zum Redesign hast du gesehen, was es braucht bevor du mit der Neugestaltung deiner Website starten kannst.

Jetzt endlich geht es los! Ab sofort darfst du in Farbkonzepten schwelgen, in die vielen tollen Schriften eintauchen und ein attraktives Theme aussuchen.

Jetzt wird es richtig konkret und ich zeige dir, wie und wo du Tools, die dir beim Gestalten deiner Website helfen, findest.

Das Design deiner neuen Website

Finde das passende Theme für deine Website

Es gibt, zumindest für WordPress, unendlich viele Themes. Das Theme ist die Grundlage deiner Website und sollte dementsprechend sorgfältig ausgewählt werden. Natürlich spielen optische Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle, aber noch wichtiger ist die technische Seite.

Wie du das richtige Theme findest habe ich bereits ausführlich im Artikel “Rund ums WordPress-Theme” beschrieben.

Gute Themes findest du hier:

  • Themeforest, bietet eine unglaubliche Auswahl und was noch viel wichtiger ist, die Themes die dort angeboten werden sind auch geprüft.
  • Elegant Themes bietet ebenfalls eine grosse Auswahl an Themes und ist einer der ältesten Anbieter.
  • Elmastudio, ist ein deutscher Anbieter, der sehr schöne, minimalistische Themes anbietet.
  • TemplateMonster, ist ein Anbieter der viele Themes, auch speziell für Tierunternehmer, im Angebot hat.

Wir kommen nun zu dem schönsten Teil, zumindest für mich: Dem Farbkonzept.

Das Farbkonzept für deine Website

Als ich mich das erste Mal mit einem Farbkonzept für eine Website beschäftigt habe, wusste ich noch kaum etwas über Farben. Nicht, das Blau für Seriosität steht oder Gelb für Aktivität. In der Zwischenzeit habe ich mich intensiv mit Farben befasst. Ein unglaublich spannendes Thema . Wenn du mehr über Farben wissen willst, empfehle ich dir meinen Artikel über die “Die Macht der Farben”.

Mittlerweile gibt es tolle Tools, die dir helfen ein gutes Farbkonzept zu erstellen:

https://color.adobe.com/de/create/color-wheel/ – Das Tool, wenn du schon ziemlich genau weisst was du willst, dir aber verschiedene Varianten ansehen willst.

https://www.pictaculous.com/  – Mit diesem Tool kannst du dir die Farben eines Fotos ausgeben lassen. Dadurch können spannende und harmonische Farbkompositionen entstehen.

Farbpalette Adobe Kuler
Farbpalette Pictacoulos

Schau dir die beiden Tools mal an und teste welches dir besser liegt.

Tipp: Wenn du dich für Farbkonzepte interessierst, solltest du unbedingt bei Pinterest reinschauen. Da findest du geniale Farbkonzepte für jede Website. Farben so richtig zum drin schwelgen.

Farbpalette Pinterest

Coole Schriften für jede Website

Auch Schriften sind ein wichtiges Designelement deiner Website. Wenn du dich entschieden hast die Schrift deinem überarbeiteten Auftritt anzupassen, dann bietet dir vor allem Google Fonts eine schier unglaubliche Auswahl an kostenlosen Schriften. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, wie du am einfachsten in dieser gigantischen Auswahl die richtige Schrift findest, schau dir dieses Video an.

Schriften bei Pinterest

Schriften haben ihre ganz eigene Aussage und häufig macht es auch Sinn, 2 maximal 3 Schriften miteinander zu kombinieren um eine gewisse Spannung zu erzeugen.

Wenn du dich inspirieren lassen willst, bietet wiederum Pinterest eine tolle Möglichkeit sich verschiedene Schriftkombinationen anzusehen.

Wenn du auf einer Website bist und eine Schrift siehst die dir gefällt, kannst du sie mit einer Erweiterung von  Google Chrome  ganz leicht identifizieren.

WhatFont heisst dieses tolle kleine Tool, dass dir dabei hilft. Die Bedingung ist, dass du mit Google Chrome unterwegs bist. Allerdings ist der meiner Meinung nach ohnehin der beste Browser um Websites zu bearbeiten.

Die Inhalte – Texte, Fotos und mehr

Wenn du dich entschieden hast Texte neu zu schreiben und Angebotspakete zu überarbeiten, ist jetzt der Moment gekommen um diese Arbeit anzugehen. Denn du kommst sehr viel besser vorwärts, wenn all das steht, bevor du beginnst die neue Website zu installieren und anzupassen.

Allenfalls müssen die Fotos von einem Profi neu gemacht werden, dann ist es wichtig rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren. Sonst reicht es in einer ruhigeren Zeit die vorhandenen Fotos durchzugehen und die benötigten auszusuchen. Leg sie unter einem sinnvollen Namen in einem eigenen Ordner ab und verkleinere sie auf die benötigten Masse.

Sind Videos oder Audios für die neu gestaltete Homepage geplant? Dann müssen auch die aufgenommen oder ausgesucht werden.

Es lohnt sich diese Dateien alle vorzubereiten, so dass sie danach nur noch eingefügt werden müssen. Denn sonst zieht sich meiner Erfahrung nach das Projekt endlos in die Länge.

Die liebe Technik

Nun ist der Moment da und du kannst die Subdomain anlegen. Die benötigst du, da deine bestehende Website ja weiterhin erreichbar sein soll. Erst wenn die neue Website fertig ist folgt dann der Umzug auf deine “richtige” Webadresse.

Danach erstellst du die Datenbank und installierst WordPress.  Wenn du auch noch die benötigten Plugins und das Theme installiert hast, kann es losgehen.

Sobald du das Menü erstellt, die korrekten Farben und Schriften vorgegeben und weitere wichtige Einstellungen vorgenommen hast, kannst du dich den Inhalten zuwenden.

Tipps zu den Inhalten

Blogartikel

Wenn du auf der “alten” Website bereits einen Blog geführt hast lohnt es sich diesen nicht 1:1 zu übernehmen. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch gleich ausmisten und Beiträge die nicht mehr relevant sind löschen.

Mit dem Plugin WP All Export kannst du dir alle Blogbeiträge in einer Excel-Tabelle ausgeben lassen und dir dort auch Vermerke dazu machen. Das ist super um den Überblick zu behalten.

Beim Umzug meiner eigenen Website habe ich gegen 50% der Beiträge rausgeworfen. Andere habe ich mir notiert um sie zu überarbeiten.

Auch die Kommentare solltest du natürlich wieder neu eintragen. Du siehst so etwas artet sehr schnell in viel Arbeit aus.

Bilder

Wenn du deine neuen und auf die richtigen Masse zugeschnittenen Bilder einfügst, lohnt es sich diesen einen Titel und einen Alternativen Text (alt-Tag) zu geben. So werden sie bei der Googlesuche besser gefunden.

Videos und Audios

Da beides Formate sind, die sehr viel Speicherkapazität benötigen sollten sie nicht auf den eigenen Server geladen, sondern nur auf der Website eingebunden werden. Du kannst für die Videos zum Beispiel einen Youtubekanal anlegen und Videos, die nur auf deiner Website erscheinen sollen auf “nicht gelistet” stellen.

Auch für Audios gibt es Lösungen wie Podcaster.de, das kostet zwar etwas, lohnt sich aber sicher.

Vor dem Umzug

Bevor du dich an den Umzug der Website machst, solltest du unbedingt notieren wie die bisherigen URL’s gelautet haben. Nur so kannst du sie danach korrekt weiterleiten.

Tipp: Nutze dazu bei grösseren Websites die xml-Sitemap deiner Website, dort sind alle wichtigen URL’s aufgelistet.

Etliche Informationen dazu findest du auch bei Google.

Überleg dir auch, was du mit URL’s machst deren Inhalte es auf der neuen Website nicht mehr gibt. Beispielsweise Blogartikel, die du gelöscht hast. Wohin sollen diese URL’s neu führen?

Manchmal gibt es einen ähnlichen Artikel, dann kann diese URL genommen werden. Manchmal gibt es aber nichts passendes. Dann empfehle ich entweder auf die Startseite umzuleiten oder eine spezielle Landingpage dafür zu schaffen. Dort können diese Besucher optimal abgeholt werden.

Der Umzug

Endlich ist der grosse Tag da. Ein stressiger Tag, denn so ein Umzug kann ganz glatt verlaufen, aber auch völlig schief gehen.

Wenn du ein paar Dinge beachtest, kannst du vorbeugen und der Umzug wird (fast) sicher glatt verlaufen.

  1. Sichere die Datenbank.
  2. Hole die komplette Website mit ftp vom Server und sichere sie auf deinem PC.
  3. Installiere ein Plugin wie Duplicator und zieh so um. Eine tolle Anleitung gibt es hier.

Kontrollier danach die ganze Website gründlich. Ganz besonders die Links sind anfällig für Probleme. Du kannst deine komplette Website ganz einfach mit diesem Tool überprüfen lassen.

Jetzt kannst du allenfalls die URL’s der alten Website zu der neuen umleiten.

Am einfachsten geht das meiner Meinung nach direkt in der htaccess, indem du die entsprechenden Links von Hand einträgst. Allerdings ist hier grosse Vorsicht geboten, denn ein Fehler und die ganze Website läuft nicht mehr. Im Zweifel also lieber einen Profi fragen. Es gibt auch verschiedene Plugins von denen ich nur eins getestet habe:

Plugin für Redirect

Wenn du das Redirect selbst machen willst bietet Malte Helmhold eine tolle Anleitung.

Marketing – Werbung für deine neue Website

Häufig wird bei all der Arbeit vergessen auch für die neu überarbeitete Homepage Werbung zu machen. Und diese Chance zu vergeben wäre wirklich jammerschade.

So kannst du für deine neue Website Werbung machen

  1. Du kannst nicht früh genug beginnen für deine neue Website zu trommeln. Idealerweise beziehst du deine Besucher von Anfang an mit ein und fragst sie schon, ob sie spezielle Wünsche bezüglich der neuen Homepage haben.
  2. Bei einem grösseren Projekt lohnt es sich auch immer mal wieder darauf hinzuweisen wie es vorangeht. Lass deine Besucher und Kunden an dem Projekt teilhaben. Gestatte ihnen einen Blick hinter die Kulissen.
  3. Kündige deine neue Website früh genug an und dann zeig sie mit Stolz!

Geniess das Feedback und deine neue Website. Danach hast du dir eine Pause redlich verdient.

Im Video kannst du noch verfolgen wie ich meine neue Paddock-Trail-Website umgesetzt habe und ich habe dir auch eine Checkliste zusammengestellt, die du hier herunterladen kannst.

Viel Spass beim Umsetzen.

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