Redaktionsplan auch für die Bilder

Wieso ich den Redaktionsplan auch für die Bilder meiner Blogbeiträge nutze

  • letztes Jahr

Kennst du das auch? Gerade noch geschafft, der Blogbeitrag ist fertig und kann pünktlich veröffentlicht werden. Beim Überprüfen des Artikels auf der Website merkst du, dass das Beitragsbild fehlt. Und nun? Wo bekommst du nun noch schnell ein Bild her? Natürlich bei Pixabay oder einem Stockfoto-Anbieter. So ähnlich habe ich es lange Zeit gemacht. Und selbst, wenn ich beim Schreiben des Artikels schon an das Bild gedacht habe, suchte ich es bei einem Stockfoto-Anbieter aus.

Und das, obwohl ich leidenschaftlich gern fotografiere und ein riesiges Archiv mit guten Fotos habe. Warum ich das gemacht habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Angst die eigenen Bilder zu zeigen, anders=weniger professionell zu wirken wie die Anderen?

Ich weiss es nicht mehr. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen austauschbare Stockfotos zu verwenden und dank meinem Redaktionsplan habe ich trotzdem keinen Stress bei der Bilderauswahl.

Warum ich eigene Bilder so wichtig finde

Ist dir schon aufgefallen, dass du einige Bilder immer und immer wieder siehst? Tolle Fotos ohne Zweifel, aber wenn ich sie in meinem Stream mehrfach sehe, verleiden sie mir. Und bei mir entscheidet sehr oft das Bild, ob ich einen Artikel überhaupt lese. Schliesslich ist die Flut an Informationen riesig und ich muss schnell eine Auswahl treffen. Nun gibt es Menschen von denen interessiert mich fast jeder Artikel und wenn ich bereits anhand des Brandings und des Fotos sehe, ah, dieser Artikel ist von der Person XY, dann klicke ich auch drauf und lese. Wenn das Bild aber austauschbar, ist kann ich den Artikel möglicherweise gar nicht zuordnen und schnell ist er im Newsstream entschwunden.
Bei mir ist das mittlerweile anders. Wenn du ein Pferdebild mit meinem Branding siehst, weisst du sofort, ach ein Artikel von Claudia. Cool nicht? 

Freie Verwendung

Ein weiterer gravierender Nachteil von Stockfotos, egal ob bezahlt oder kostenlos, ist für mich das Risiko einer Abmahnung. Gut, als Schweizerin bin ich da etwas privilegiert. Trotzdem hatte ich ein ungutes Gefühl, gerade wenn der Beitrag in den Sozialen Medien geteilt wurde. Und das, auch wenn ich alle Regeln beachtet hatte. Nebenbei spare ich mir die Zeit, die es brauchte, wenn ich einen Screenshot der Lizenz erstellte und ablegte, damit ich wenigstens beweisen konnte, das zum Zeitpunkt als ich das Foto gekauft oder heruntergeladen hatte alles rechtlich ok war.

Mit meinen eigenen Bildern bin ich frei. Sie gehören mir und ich kann sie teilen, wo und wann ich will. Ich brauche mir keine Gedanken um Lizenzen und Abmahnanwälte mehr zu machen.

Eigene Fotos verleihen dir Authentizität

Wie oft hast du das schon gehört? Sei du selbst! Zeige dich! Und das völlig zu Recht. Du gibst dir Mühe, schreibst persönliche Blogbeiträge und dann gehst du hin und holst dir ein Stockfoto für deinen Artikel.
Warum? Weil es einfacher ist? Oder einfach nur aus Gewohnheit?

Aber gerade, weil du aus der Masse herausstechen willst, lohnt es sich hier mehr zu bieten.

Mein Weg zu eigenen Bildern war lang

Ich habe 2010 begonnen Blogbeiträge zu schreiben. Endlose Textwüsten ohne ein einziges Bild! Mir kam es noch nicht mal in den Sinn Fotos zu verwenden.
Damals habe ich auch begonnen Blogbeiträge anderer zu verfolgen und sah dort auch Beitragsbilder. Eine tolle Sache, das war mir sofort klar. Nur woher sollte ich die Fotos nehmen? Damals gab es Pixabay und die meisten anderen Quellen noch nicht. Zumindest waren sie noch nicht so bekannt.

Die ersten Stockfotos

Dann habe ich die Stockfotos entdeckt und hatte endlich Bilder und zwar oft die gleichen, wie die anderen Blogschreiber. Ich fand das cool, endlich war ich keine Aussenseiterin mehr. Es dauerte dann noch etwas bis mir klar wurde, dass das gar nicht erstrebenswert war und ich mich von den anderen abheben wollte.

Eigene Zeichnungen

Ich kann nicht zeichnen. Trotzdem habe ich mich nicht davon abhalten lassen und habe meine eigene Figur entwickelt und mit ihr meinen Blog “verschönert”. Es war extrem zeitraubend und sehr mühsam sich für jeden Blogbeitrag auch noch eine Bildgeschichte auszudenken, die alles wesentliche aussagte. Ganz zu schweigen, dass ich die Geschichte noch zu Papier oder viel mehr in den Computer bringen musste.

Gezeichnetes Männchen

Meine eigenen Fotos, die zu meiner Positionierung passen

Letztes Jahr war es dann endlich so weit und ich habe entschieden Fotos rund um’s Pferd zu verwenden um meine Blogbeiträge zu ergänzen. Und jetzt ist es plötzlich stimmig!

Die Fotos sind einzigartig und sie passen zu meinen Wunschkunden, zu meiner Positionierung. Ein gutes Gefühl.
Jetzt kommt mir mein grosses Bildarchiv in dem überwiegend Tierfotos, davon unzählige Pferdebilder sind, zugute. Ausserdem nutze ich nun meinen Redaktionsplan auch für die Bildersuche und das spart mir richtig viel Zeit und auch Nerven.

Den Redaktionsplan nutzen

Seit knapp 6 Monaten habe ich einen richtigen Redaktionsplan. In den Jahren davor habe ich immer wieder einen Anlauf genommen, weil mir klar war, dass so ein Plan vieles erleichtern würde. Aber ich habe mich nie daran gehalten. Und so nützt der beste Plan nichts.

Dank der Unterstützung von Claudia Kauscheder vom Abenteuer Homeoffice habe ich seit Anfang dieses Jahres einen Redaktionsplan. Und ich bin begeistert!

Mit einem Blick erkennen welche Bilder du brauchst

Da ich jetzt meine Artikel im Voraus plane, kann ich mit einem Blick in den Redaktionsplan erkennen, wo ich welches Bild brauche.
Ich plane immer 3 – 6 Monate im Voraus. Natürlich halte ich mich nicht sklavisch an den Plan, aber er gibt mir die nötige Struktur. Sobald ich die Themen der Artikel notiert habe, kann ich meinen Bilderfundus durchgehen und ein passendes Foto zu jedem Artikel heraussuchen. Wenn ich nichts Passendes finde, mache ich mir eine Notiz, dass ich so ein Foto noch machen muss.

Zeitersparnis dank dem Redaktionsplan

Dank diesem Vorgehen habe ich in einem Arbeitsgang die Fotos ausgesucht und kann sie nun zusammen bearbeiten.
Keine Hauruck-Aktion um ein einziges Bild zu suchen und dann zu bearbeiten und für die verschiedenen Formate vorzubereiten. Alle Bilder können in einem Schwung vorbereitet werden.

Dadurch spare ich enorm Zeit und habe deutlich weniger Stress.

Auch wenn du noch kein Bildarchiv hast, nützt dir der Redaktionsplan

Wenn du noch keinen grossen Fundus an eigenen Bildern hast, hilft dir der Redaktionsplan gezielt die richtigen Motive zu fotografieren. Du weisst dann, wenn du unterwegs bist, was für Fotos du in den nächsten Monaten brauchen wirst.
So kannst du im Alltag, beim Spaziergang oder auf dem Arbeitsweg die passenden Bilder schiessen.

Mit der Zeit legst du dir so auch ein Bildarchiv zu.

Praxistipp: Vergiss nicht die Bilder strukturiert abzulegen, damit du sie später einfach wieder findest. Zum Beispiel indem du aus dem Jahr, dem Monat und dem Tag sowie dem Motiv einen Namen für das Bild erstellst. Zum Beispiel so: 17-06-23-shetlandpony-weide.jpg

Leg das Bild zum Blogbeitrag im Redaktionsplan ab

Wenn du das Bild im Redaktionsplan ablegst oder zumindest einen Link darauf setzt, findest du es sofort wieder und du hast alles schön beisammen.

Mein Fazit aus 6 Monaten Redaktionsplan

Ich könnte mir nicht mehr vorstellen ohne zu sein. Endlich greifen die verschiedenen Beiträge sinnvoll ineinander und ich kann die Bildersuche zeitsparend erledigen.

Ich bin so vom Redaktionsplan überzeugt, dass ich vor kurzem sogar noch intensiver eingetaucht bin, beim Powertag Redaktionsplan von Claudia Kauscheder. Wenn du dich mit dem Gedanken trägst einen Redaktionsplan zu verwenden oder schon einen hast mit dem du nicht rundum glücklich bist, lohnt sich der Powertag auf jeden Fall. 

Nächste Woche gibt es einen Podcast mit der Pferdefotografin Daniela Dätwyler-Endress, die Fragen rund ums richtige Fotografieren beantwortet. Es lohnt sich also dabei zu sein, wenn du künftig auch eigene Fotos verwenden willst.

Und wenn du schon ein paar Fotos für dein Archiv willst, stelle ich dir gern 6 Fotos von mir zur Verfügung. Du kannst sie überall verwenden. Ich bitte dich nur, einen Link zu mir zu setzen, wenn du sie einsetzt.

Redaktionsplan auch für die Bilder

Hoi, ich bin Claudia Barfuss

Ich arbeite mit Menschen zusammen, bei denen die Tiere im Mittelpunkt stehen und die sich eine Homepage wünschen, die sie bei der Kundengewinnung unterstützt.

Ich begleite sie durch den Dschungel von Technik, Inhalten und Design. Wir arbeiten gemeinsam an ihrer neuen Website, damit sie sich mit ihr rundum wohl fühlen und neue Kunden anziehen.

Mehr von mir findest du auf:

Claudia Barfuss mit Hund und Katzen

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