Kater auf dem Fernseher

Goodbye 2016 – Gratis Website? Nein es ist auch im Internet nicht alles umsont

Überhaupt sind Zahlen für viele Einzelunternehmerinnen, ja ich denke, da sind Frauen stärker betroffen, ein ungeliebtes Thema. Dabei sind sie unglaublich wichtig.

Ich muss gestehen, dass auch ich mich nicht gern mit meiner Buchhaltung befasse und das, obwohl ich einen Abschluss als Buchhalterin habe. Trotzdem mache ich es regelmässig um meine Einnahmen und Ausgaben wirklich im Griff zu haben.

In meinem Artikel werde ich aber nicht über meine Fixkosten schreiben, sondern über die Kosten die eine Website verursacht. Und das nicht nur bei der Erstellung, sondern Monat für Monat.

Auch im Internet ist nicht alles gratis

Ich weiss, das ist eigentlich eine Binsenwahrheit, aber offenbar trotzdem vielen nicht klar. Denn es kostet Geld und Zeit, eine Website oder ein anderes Onlineangebot zu betreiben.

Die Kosten setzen sich aus wiederkehrenden Kosten und einmaligen Kosten zusammen. Sehen wir uns zuerst die wiederkehrenden Kosten an.

Wiederkehrende Kosten

Da ich Schweizerin bin, sind die Zahlen natürlich auch aus der Schweiz.

Hosting, die Kosten für die Bereitstellung von Speicherplatz für die Website: Ich nutze für meine Websites Shared Hosting, d. h., ich teile mir den Platz auf dem Server mit anderen Websitebetreibern. Das ist die häufigste Art von Hosting. Es hat den Vorteil, dass die Kosten geringer sind, aber dafür teilt man sich natürlich auch Ressourcen wie Prozessorleistung und Arbeitsspeicher. Bei einem modernen Hoster und einer Website ohne Tausende von Besuchern täglich ist das auch kein Problem.

Kosten jährlich:

https://www.claudiabarfuss.ch bei Netzone gehostet Fr. 118.80
https://www.pferdenetzwerk.ch bei Cyon gehostet Fr. 178.80

Wenn Du jetzt entgegnest, das geht auch kostenlos, zum Beispiel wenn ich eine Website/Blog bei WordPress.com einrichte. Das ist wahr. Aber das hat auch viele Nachteile:

  • Keine eigene Webadresse (Domain).
  • Keine Möglichkeit die Website wirklich den eigenen Wünschen anzupassen.
  • Keine Erweiterung mit Plugins.
  • Du bist bei der Auswahl von Themes eingeschränkt.
  • Du kannst Deine Datenbank und die Website nicht einfach herunterladen und sichern.

Auch Websites, die mit Jimdo und ähnlichen Systemen gemacht werden, haben zahlreiche Einschränkungen. Für mich der gravierendste Nachteil ist, dass ich meine Daten nicht sichern kann.

Webadresse (Domain), mit der Du im Internet gefunden wirst: Ich nutze .ch-Domains und habe die jeweils über den Hoster registriert. Da ich nicht nur claudiabarfuss.ch registriert habe, sondern auch claudia-barfuss.ch sind die Kosten höher als üblich. Auch beim Pferdenetzwerk habe ich verschiedene Domains registriert, was sich in den Kosten niederschlägt.

Kosten jährlich pro Domain: Fr. 12.90

Brauche ich wirklich eine eigene Domain? Es lohnt sich das Geld für eine eigene Webadresse in die Hand zu nehmen, denn das ist Deine unverwechselbare Adresse. Und Du steckst Geld, aber vor allem auch viel Arbeit in den Aufbau Deines guten Rufs.

Saftey first gilt auch für Websites: Wie bereits erwähnt steckt in den meisten Websites viel Zeit und Geld. Deshalb möchtest Du sicher sein, dass sie auch morgen noch online ist und Dir neue Interessenten bringt. Wenn ein Hacker sich jedoch daran zu schaffen macht, ist das bald vorbei. Deshalb führt kein Weg daran vorbei, die Website immer aktuell zu halten.

Das bedeutet, dass:

  • das Theme, ebenso wie die Plugins bei einer WordPress-Seite immer auf dem neuesten Stand sein müssen. Bei anderen CMS ist es ähnlich.
  • das regelmässig ein Backup (Sicherung) Deiner Website gemacht wird.

Diese Arbeit kannst Du entweder selbst erledigen oder einem Profi übertragen. Bei meiner Website claudiabarfuss.ch erledige ich das selbst.

Das Pferdenetzwerk hingegen ist mit dem CMS Drupal erstellt worden und die Aktualisierungen dort sind sehr komplex. Deshalb habe ich mich entschieden, das dem Drupal-Experten meines Vertrauens (Robin Bucciarelli von Temu) zu überlassen.

Kosten monatlich: Fr. 150.00

Das Thema Sicherheit darf nicht unterschätzt werden, es gibt nichts Schlimmeres für einen Websitebetreiber, als wenn die Website plötzlich lahmgelegt ist.

Überleg Dir also gut, ob Du das selbst kannst, oder ob Du einen Profi beauftragen willst.

Einmalige Kosten

Daneben gibt es natürlich auch Kosten, die nur einmalig bei der Erstellung einer Website auftreten.

  • Kostenpflichtige Themes für WordPress oder ein anderes CMS.
  • Kostenpflichtige Plugins oder bei anderen CMS Erweiterungen.
  • Die Arbeit des Webprofis oder die eigene Arbeitszeit, die man nicht unterschätzen sollte.
  • Kosten für die Erstellung eines Shop mit Kreditkartenanbindung etc.

Daneben gibt es natürlich auch noch weitere Kostenverursacher.

  • Internetanschluss
  • PC

Diese beiden werden sicher sowohl privat als auch geschäftlich genutzt und müssen auch bedacht werden.

Denn Du brauchst sicher eine bessere Internetanbindung, wenn Du sie beruflich nutzt, und verursachst damit auch höhere Kosten. Ebenfalls ist ein PC nötig, der über einen gewissen Arbeitsspeicher verfügt, damit Du flüssig arbeiten, kannst Gerade, wenn Du beginnst, Videos zu produzieren stösst Du sonst schnell an Grenzen.

Alles selber machen und dadurch Kosten sparen?

Ich bin nun seit über 15 Jahren als Webdesignerin unterwegs und ich gehörte auch zu denen, die versuchen Kosten zu sparen. Gerade wenn man am Anfang steht oder sich eine gravierende Veränderung ergibt, hat man oft mehr Zeit als Geld.

Es lohnt sich, für Profis Geld auszugeben

Trotzdem musste ich lernen, dass es sich lohnt, für bestimmte Dinge einen Profi zu engagieren. So erarbeite ich mir heute ein komplexes neues Tool nicht mehr durch lesen von Blogartikeln und anschauen von Gratis-Youtub-Videos. Nein ich kaufe mir einen Kurs oder hole mir Hilfe durch 1:1 Betreuung.

Die Zeit und die Nerven, die ich dabei spare, sind enorm. Und diese Zeit verwende ich lieber dazu, mich in meinem Fachgebiet zu positionieren.

Meine Empfehlung

Deshalb ist meine Empfehlung, auch wenn es nach Eigenwerbung klingt, hol Dir Hilfe beim Erstellen Deiner Website. Du sparst viel Zeit und Nerven und hast danach eine professionelle Website, an der Du Freude hast.

Denn, wenn es dir nicht Spass macht, Dich in die Materie einzuarbeiten und auf dem Laufenden zu halten wirst Du nur ein mittelmässiges Ergebnis erzielen.

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