Kater

Fehler beim Newsletterversand

  • vor einigen Jahren

– Diese Tools sind komplett ungeeignet

Als ich mit meinem ersten Newsletter gestartet bin, war ich – wie Du vielleicht auch – noch ziemlich neu in der Materie. Obwohl ich IT-Spezialistin bin, muss ich gestehen, dass ich Newsletter oder richtigerweise das E-Mail-Marketing – anfangs nicht sorgsam genug angegangen bin.

Erst als ich mich intensiver damit befasst habe und mich in die verschiedenen Versandtools eingearbeitet habe, wurde mir so richtig klar, welche Chancen ich damals verschenkt habe.

Denn ich habe einige Fehler gemacht, die mich heute sehr ärgern.

Wie ich mir mit diesen Fehlern im Weg gestanden bin

Ich hatte zu wenig Ahnung, dass Newsletterversand mehr ist, als eine E-Mail an möglichst viele Leute. Dazu kam eine Todsünde: Ich habe einfach den Newsletter an alle Leute geschickt, von denen ich die Mailadresse hatte. Das ist natürlich nicht die feine Art. Ausserdem hatte ich von keinem der Adressaten die Einwilligung, dass sie meinen Newsletter auch wirklich wünschen. Vom rechtlichen Aspekt her ist das in der Schweiz nicht so problematisch, aber in der EU kann das schnell nach hinten losgehen. Es kann sogar in einer Abmahnung enden, was richtig teuer ist.

Bequemlichkeit und zu wenig Zeit haben mich daran gehindert, mich in etwas Neues einzuarbeiten. Ich habe geschaut, was in meinem Content Management System (CMS), dem Programm, mit dem ich meine Website erstellt hatte, enthalten ist. Es ist praktisch, allerdings sehr simpel gehalten. Immerhin: Sogar die rechtlich sichere Eintragung via Double Opt-In war möglich (was heisst, dass ein Abonnement per E-Mail-Link bestätigt werden muss). Doch das Handling war äusserst mühsam. Ich hatte keinen Überblick, wer sich in den Newsletter eintrug oder austrug und wenn eine E-Mail-Adresse ungültig war, musste ich diese händisch entfernen.

Ich habe die Vorteile einer spezialisierten Newslettersoftware einfach nicht gesehen. Mir war weder die Komplexität des E-Mail-Marketings noch dessen Möglichkeiten bewusst. Ein paar Stichworte:

  • rechtliche Absicherung
  • Aufbewahrung
  • Serverentlastung
  • Statistiken
  • Adressen einfach verwalten
  • die Funktion erstellbarer Vorlagen (Templates), die sowohl auf dem Handy wie auch auf dem PC gut aussehen und alles so viel einfacher machen.

Warum meine Fehler so problematisch waren

Fängt man mit einem Newsletter an, hat man anfangs nur eine Handvoll Abonnenten. Das ist wunderbar manuell zu handhaben – darum sind meine Anfängerfehler, die vielleicht auch Deine sind, ganz typisch. ABER:

Outlook oder andere E-Mail-Programme eignen sich nicht für den Versand. Das geht mit dem Adressverteiler los: Das manuelle Eintragen von E-Mail-Adressen ist sehr mühsam und fehleranfällig.

Wie soll sich ein potenzieller Interessent in Deinen Newsletter eintragen, ohne dass ein Formular zu Verfügung steht? Soll er Dir ein Mail schreiben und um den Eintrag in den Newsletter bitten? Das wird kaum jemand machen.

Noch viel schlimmer: Wächst dein Verteiler, was er ja soll, dann läufst Du Gefahr, dass Deine Mailadresse auf „geblacklistet“ wird. E-Mail-Provider führen „schwarze Listen“, um Spammer auszusortieren. Sendest du über deine reguläre Mailadresse regelmässig gleichzeitig viele Mails, sieht das nach Spam aus.

Newslettermodule, die im CMS integriert sind, eignen sich ebenfalls nur sehr bedingt für den regelmässigen Versand eines Newsletters. Und das auch nur, wenn die Liste nicht mehr als 50-100 Abonnenten hat. Denn sonst wird es sehr schwierig den Überblick über die Mailadressen zu behalten. Alles muss händisch erledigt werden.

Zusätzlich besteht, ebenso wie beim Versand über ein E-Mail-Programm, das Risiko, dass die eigene Domain (Dein Webname, BSP. claudiabarfuss.ch) auf einer Spamliste landet. Und dann werden gar keine Mails mehr zugestellt. Auch nicht Deine “normalen” Mails.

Dazu kommt, dass auch hier das Handling meist viel komplizierter ist als auf einer speziell dafür ausgelegten Software.

Damit Dein Newsletter von Anfang an ein Erfolg wird

Newsletter können ein wertvolles Marketingwerkzeug sein, aber dann muss das Versand-Tool geeignet sein.

Gute Nachrichten: Es ist gar nicht so kompliziert! Eine Newslettersoftware ist teilweise kostenfrei (bei kleinen Verteilern) oder sehr günstig erhältlich.

Ein paar Tipps, auf die Du bei der Auswahl achten solltest:

  • Viele der Anbieter sind aus den USA. Deshalb ist ein grosser Teil der Software auch in englischer Sprache. Oder nur teilweise übersetzt. Traust Du Dir das zu? Auch der Support ist dann nur englisch erhältlich.
  • Wo ist der Serverstandort des Anbieters? Befindet der sich zum Beispiel in den USA, befinden wir uns in einer rechtlichen Grauzone, denn die Mailadressen Deiner Kunden befinden sich ja dort. Ist der Serverstandort in Deutschland ist das viel besser.
  • Gibt es genügend Vorlagen (Templates) um Deinen Newsletter zu erstellen?
  • Gibt es eine kostenlose Version für kleine Newsletterlisten?

Du willst Dich noch weiter Informieren? Dann empfehle ich Dir den Artikel von Birgit Schultz: Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter Providers bedenken solltest

Und wer sich nicht einarbeiten mag oder es zu kompliziert findet, holt sich einfach Hilfe bei der Fachfrau – zum Beispiel mir.

Das nächste mal stelle ich Dir die Oberfläche von Mailchimp vor.

Kater

Hoi, ich bin Claudia Barfuss

Ich arbeite mit Menschen zusammen, bei denen die Tiere im Mittelpunkt stehen und die sich eine Homepage wünschen, die sie bei der Kundengewinnung unterstützt.

Ich begleite sie durch den Dschungel von Technik, Inhalten und Design. Wir arbeiten gemeinsam an ihrer neuen Website, damit sie sich mit ihr rundum wohl fühlen und neue Kunden anziehen.

Mehr von mir findest du auf:

Claudia Barfuss mit Hund und Katzen

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