Blogparade #webseidank – was hat mir das Web Gutes gebracht? – Claudia Barfuss – Webberatung für Tierunternehmer
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Blogparade #webseidank – was hat mir das Web Gutes gebracht?

Annette Schwindt und Thomas F. Reis haben auf Ihrem Blog unserleben.digital zu der Blogparade #webseidank aufgerufen. Als ich den Aufruf zum ersten Mal gelesen habe, fand ich die Idee toll, aber ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich mitmachen soll. Denn gerade dieses Jahr hatte ich ein sehr negatives Erlebnis mit einer Frau, die ich im Netz kennengelernt habe.

Trotzdem hat mich der Gedanke an die Blogparade nicht losgelassen und als ich endlich etwas Luft hatte, wurde mir bewusst, was ich dem Internet alles verdanke.

Ohne das Netz wäre mein Leben, wie ich es heute führe, völlig undenkbar.

Nie würde ich mit Computern arbeiten

Das stand für mich 1987 fest, bei meinem ersten Kontakt mit einem PC :), denn der Lehrer war mit dem Computer mindestens so überfordert wie wir Schülerinnen.

Im Beruflseben wurde ich dann schnell mit Computern konfrontiert und begann mich allmählich daran zu gewöhnen. Ich arbeitete damals auf einer Aussenstelle der Firma und mein PC war mit einer Standleitung mit dem Hauptrechner verbunden. Da war nichts mit surfen im Netz, von dem ich damals noch gar nichts wusste.

Aber schon bald hatte ich zu Hause auch einen Computer und sogar eine Verbindung ins Internet. Allerdings war damals natürlich noch alles ganz anders. Vor allem laaangsaaam…  und teuer. Meine erste Internetverbindung hatte 64KB, selbst bei den noch einfachen Websites dauerte alles ewig.

Webdesignerin – Ein Beruf mit Zukunft?

Durch eine Kollegin wurde ich auf den damals noch relativ neuen Beruf der Webdesignerin aufmerksam. Aber sollte ich diesen Schritt wirklich wagen? In Deutschland zur Schule gehen und mich richtig reinhängen? Ich habe es gewagt und dort zuerst offline viele interessante Menschen getroffen.

Eine neue Welt hat sich mir eröffnet

Seither sind über 15 Jahre vergangen und ich bin unglaublich vielen Menschen online begegnet und habe enorm viel gelernt.

Dank dem Internet kann ich, als Introvertierte,  von zu Hause aus arbeiten und meine Kontakte ganz nach meinem Bedürfnis gestalten.  Ich lerne überwiegend online, auch dafür muss ich das Haus nicht mehr verlassen. Aber zuerst habe ich das Internet überwiegend privat genutzt.

Ponyzüchter, Hunde und vieles mehr

Die ersten Kontakte die ich knüpfen konnte, waren privater Natur. Die Züchter meiner Ponys habe ich zuerst im Netz getroffen. Ich wäre nie nach Exeter geflogen und hätte meinen Dougal gekauft, wenn ich ihn nicht auf einer englischen Verkaufsseite entdeckt hätte.

Das Internet ermöglicht mir den Kontakt mit den Highlandponyfans, die überwiegend im englischsprachigen Raum leben, genauso wie mit Tierfreunden aus aller Welt.

Daraus sind viele online und offline Beziehungen entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

Beruflich im Netz unterwegs seit 2001

So richtig als Webdesignerin und damit beruflich im Netz unterwegs, bin ich seit 2001. Wow schon 15 Jahre ist das her! Unglaublich wie schnell alles gegangen ist.

Ich erinner mich noch an die Anfangszeit, als ich noch offline Websites gebaut und die dann in einem Rutsch hochgeladen habe. Denn die Internetverbindung war teuer und ich habe mir, in den Anfangszeiten als Selbstständige, genau überlegen müssen wann ich online gehe 🙂

Heute kann ich mir das nicht mehr vorstellen, ich bin jeden Tag unzählige Stunden online und so mit Geschäftspartnern, Kollegen, Freunden und sogar der Familie verbunden.

Homeoffice und Zeitersparnis

Online zu sein, bedeutet für mich, dass ich von zu Hause oder überall sonst, arbeiten kann. Dass ich den Luxus geniesse, mir meine Zeit (fast) frei einteilen zu können.

Für viele Meetings mit Kunden oder Geschäftspartner muss ich das Haus nicht mehr verlassen, mich durch einen Stau quälen oder in einen überfüllten Zug quetschen. Dank Skype oder Google Hangout ist das nicht mehr nötig. Ich arbeite zwar alleine, bin aber nie einsam, denn per Mausklick kann ich mich mit anderen Solo-Unternehmern im Homeoffice verbinden und mich austauschen.

Allein sein, aber nie einsam

Dank dem Internet kann ich alleine sein, fühle mich jedoch nie einsam. Ich liebe es, wie wir uns in Facebookgruppen oder Foren gegenseitig unterstützen und unser Wissen teilen. Oder auch nur über die neuesten Erfahrungen berichten oder Feedback geben.

Trolle und verbitterte Zeitgenossen gibt es überall, das kann man leider nicht verhindern, aber für mich überwiegt der positive Austausch deutlich.

Und: Im Netz kann ich mich aus einer Gruppe in der ich mich nicht mehr wohlfühle verabschieden. Sei es auf Zeit oder für immer. Das ist im offline-Leben nicht immer möglich.

Last but not least

Gerade in den letzten Wochen habe ich so viele interessante und hilfreiche Menschen online getroffen. Für meinen Beruf, für mein ganzes Leben ist das Internet absolut zentral und schon bald wird mein „neuer“ Kater aus dem Tierheim bei mir einziehen. Das erste Mal gesehen habe ich ihn natürlich im Internet, wie könnte es anders sein.

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